Noch ’n Gedicht

17. Juni 2007

Moderne Lyrik …

Filed under: noch eins — Ralf @ 12:51

… ist ja so eine Sache. Häufig fragt man sich ob die betreffenden Autoren einen Sprung in der Schüssel haben oder einfach nur betrunken waren. Aus eigener Erfahrung kann ich mittlerweile sagen, dass Rotwein auf alle Fälle ein kreativitätssteigerndes Momentum ist. In diesem Sinne viel Spass.

Abschied
Klagelied (für Oliver)

In heller Nacht
Fällt heisser schwarzer Schnee
In Sirius Reich
Zukunftsschwangere Weite erblickt
Die Gegenwart
Vergangenheit ist nur ein Wort
Gesprochen in die Sinnlichkeit
meiner Leere
Wohin Wohin?

Der Busch sprosst welkes Gespei
Gekerzte Helle strahlt mich
An
Leise rieselt
es tut weh
der Schnee?

Sterblichkeit
Teilentkeimte Woge der Nacht
Pasteurisiert
Gebiert Schmerz
ich trachte
Wonach Wonach?

Im Keim gedornt
Ein Kaktus
Ich
Stummer Schrei nach
Lauter Weh
Farbe ohne Ton
Schmerz vergeht im Käfig
ein Stück Himmel
Wo ist Freiheit?

Wann bin ich
Wirbelsturm des Seins durchbraust
Die Seele
Erkenntnis
Quälend – Antwort reift
Ich bins
dahin dahin
Freiheit! Wo ist Liebe?

P.S.
Ist es nötig das ironisch-satirische des Textes expliziet zu erwähnen? 😉

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