… manche Begriffe im Alltag sind verwirrend. Kleiderständer zum Beispiel. Man fragt sich unmittelbar, was steht hier wo. Dazu vielleicht einmal in einem späteren Pöm (lies Poem) mehr. Was aber, wenn sich die Dinge, Tiere oder Personen selbst Gedanken um sich machen? Nun … ganz einfach:
Der Nachtfalter
In dunkler Nacht, wo sonst denn auch,
da sitzt er nachts im Brombeerstrauch.
Zur Not tut’s auch ein Fliederstrauch,
Hauptsacht ist, es reimt auf auch.
Und nächtens macht er sich Gedanken
und denkt so nach und kommt ins Wanken.
Warum nur heiss „Nachtfalter“ ich?
Zum Falten ist die Nacht zu schwer.
Und weil ihn das gar grämte sehr,
ward’s Nacht in ihm und er verblich.
So starb der Falter in der Nacht,
im Dunkel, dumm wie Stroh,
doch fragt seitdem kein Falter mehr:
„Warum nur heiss ich so?“